Schützenverein Heidberg 1953 e.V.
Schützenverein Heidberg 1953 e.V. 

64 Jahre Schützenverein Heidberg

Am Abend des 20.Juni 1953 fand sich eine stattliche Anzahl von Einwohnern des Kirchspiels Heidberg im Gasthof Gries ein. Man kam zu dem Entschluss, zur Pflege der Kameradschaft und des Schießsports, einen Schützenverein zu gründen.

51 Personen erklärten sich bereit, dem Verein beizutreten. Der Vorstand wurde einstimmig, wie folgt, gewählt:

Ewald Jaques                         1. Vorsitzender

Dr. Heribert Pottgießer           2. Vorsitzender

Heinz Krämer                         1. Schriftführer

Erwin Heinz                            2. Schriftführer

Friedhelm Becker                  1. Kassierer

Günter Winheller                    2. Kassierer

Herbert Gries                         Schießwart

Unter dem Namen „Schützenverein Heidberg“ sollte der Verein geführt werden. Der Vorstand arbeitete einen Satzungsentwurf aus und verhandelte über die Beschaffung eines Festplatzes. Weiterhin kam man zu dem Entschluss, dem Oberbergischen Schützenbund 1924 e.V., beizutreten.

Das erste Schützenfest fand 1953 im Freien, auf der Wiese hinter der Gaststätte Gries, statt.  Ab 1954 feierten die Schützen im Festzelt auf dem damaligen Schützenplatz, der vom Schützenbruder Hermann Schneider für 10 Jahre gepachtet wurde. Nach einigen Jahren entschloss man sich, zukünftig den größeren Platz zu nutzen; von der Gemeinde Reichshof zur Verfügung gestellt und seitdem gepachtet.

Der erste Schützenkönig war Dr. Heribert Pottgießer.

 

Der  erste Kaiser wurde 1962 ausgeschossen. Der Gewinner, Oskar Michel aus Wildbergerhütte, regierte fünf Jahre. Ab 1967 betrug die Kaiserwürde drei Jahre und seit 1985 zwei Jahre.

 

Zwei Mitglieder des Schützenvereins Heidberg erlangten die Würde des Bundesschützenkönigs im Oberbergischen Schützenbund 1924 e.V.:

1962 – 1964                           Oskar Michel (Bild links)

1970 – 1974                           Alois Fuchs (Bild rechts)

 

Bundesprinzen/Bundesprinzessinnen wurden ebenfalls drei Schützenbrüder und eine Schützenschwester:

2000 – 2001                           Robert Köster

2005 – 2006                           Christoph Müller

2010 – 2011                           Matthias Becker

2012 – 2013                           Jana Ley

1986 traten die ersten Damen dem Schützenverein Heidberg bei. Seit 2002 schießen sie auf einen Vogel, um den Titel der Baronesse zu erlangen. Derzeit gibt es 26 Schützenschwestern in unseren Reihen. Insgesamt zählt der Verein 170 Mitglieder.

Dem 30 Jahre langen Vorsitzenden des Vereins, Erwin Schneider, wurde im Jahre 2000 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er  erhielt im Jahre 2003 als erster Oberberger das Verdienstkreuz in Silber des Ritterordens vom Heiligen Sebastian in Europa. Lothar Heupts, Generalsekretär der EGS, überreichte ihm diesen Orden persönlich. Schon 1994 wurde Erwin zum Ehrenvorsitzenden ernannt - 1995 folgte dann die Beförderung zum Generalmajor. 2009 erhielt er einen Orden des Schützenvereins für herausragende Verdienste in einer Sonderstufe.

Neben der Vorstandsarbeit im Schützenverein Heidberg war Erwin von 1979 bis 1994 stellvertretender Präsident des Oberbergischen Schützenbundes. 1987 wurde er im OSB zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Über 50 Jahre hatte der ortsansässige Schreiner Günter Müller die von der Stange zu holenden Königs-, Kaiser- und Prinzenvögel gebaut. Die Anzahl beläuft sich auf über 85 Stück. Nachdem er 2005 in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen ist, hat unser Schießwart Rainer Becker die Vorlage der Vögel Übernommen und stellt diese nun für den Verein her. (Bild: Vogelschießstand in Heidberg - Je nach Bauart des Vogels, brauch es schon den ein oder anderen Schuss mehr. Aber oben geblieben ist noch keiner!)

Den zweithöchsten Schützentitel in Europa (Europajung-schützenkönig), bekleidete Christoph Müller von August 2006 bis August 2009. Er schoss den hölzernen Vogel am 26. August 2006 bei dem Europaschützenfest in Bernheeze (Niederlande) von der Stange. An dem Wettkampf nahmen über 270 jugendliche Schützen teil. Am 01.August 2009 fand ein „Europaprinz- Abschiedsfest“ statt. Hier trafen sich über 300 Schützen und Festgäste  aus einigen europäischen Nach-barländern, so auch der damals amtierende Europakönig aus Polen. Am 29.April 2011 wurde Christoph in Medebach (Sauerland) durch Prinz Charles Louis de Merode in die Ritter-schaft vom Heiligen Sebastian in Europa aufgenommen. Seit 2012 ist er Jugendwart des Oberbergischen Schützenbundes 1924 e.V

Auf der Jahreshauptversammlung 2006 wurde beschlossen, ein Vereinsheim zu bauen. Nach reichlicher Überlegung einigte man sich, dieses in Container-Bauweise zu errichten. Nachdem die Container gesetzt waren, wurde in den Gebäuden und außerhalb in den Anlagen fleißig gearbeitet. Lampen wurden aufgestellt, der Vorplatz gepflastert und die Container bekamen ein Dach. Nach der Fertigstellung im Juni 2009 konnte das Vereinsheim eingeweiht werden. Bei dieser Feier war der Präsident des Oberbergischen Schützenbundes, Herr Reimund Propach, der stellvertretende Landrat, Herr Hans-Otto Gries, Vertreter der Feuerwehr Nosbach und des Feuerwehr-Musikzuges Bergerhof sowie die Heidberger Vereine, anwesend.

 

Im August 2010 wurde ein Gedenkstein für die verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüder neben dem Vereinsheim aufgestellt und durch Vikar Jörg Plümper eingeweiht.

In den folgenden Monaten kam man zu dem Entschluss, einen Grill aus Grauwacke-Steinen zu mauern (Bild unten). Er ist überdacht und somit wetterunabhängig. Neben dem Grill ist, ebenfalls aus Grauwacke, das Heidberger Schützenwappen an einem Findling befestigt.

Im Jahre 2012 erhielt der Schützenbruder Bernd Krämer die Beförderung zum Generalmajor. Auch er war viele Jahre  2. Vorsitzender des Schützenvereins Heidberg  und leitete als 1. Vorsitzender von 1994 bis 2000 den Verein.

Da der alte Schießstand baufällig war, musste ein neuer errichtet werden. Im November 2012 wurde dieser fertig gestellt. Mit der Errichtung eines Daches über die Containeranlage, entstand ein Innenhof mit Schankanlage, großem Stehtisch und einer Fläche mit knapp 70 m², der ebenfalls die Möglichkeit für Feierlichkeiten bietet.

 Ohne die zahlreichen Spenden wären diese zwei großen Bauprojekte nicht möglich gewesen und daher möchten wir hiermit die Gelegenheit nutzen, den Spendern nochmals ganz herzlich dafür zu danken.

Neben dem Schützenfest hat der Schützenverein auch Feste, die inzwischen zur Tradition gehören. Dazu gehört unter anderem das Herbstfest und das Vatertags-Grillen.

Aber nicht nur das feiern gehört zu den „Heidberger Traditionen“.  Seit 2009 steht ein Kleidercontainer der Malteser Schützenhilfe auf dem Schützenplatz. Kleidungsstücke, welche noch zu gebrauchen sind, werden an bedürftige Personen verteilt. Der Erlös aus dem Verkauf der restlichen Kleidungsstücke geht an die Pesthilfe im Kongo. Dies waren in den letzten Jahren ca. 450,-€ pro Jahr.

Aber auch die Neugestaltung der Kriegsgräberanlage in Heidberg war uns wichtig. So haben wir die Kriegsgräberanlage 2014 komplett überholt und halten diese seit dem instand.

Aber nicht nur solche Projekte stehen auf der Liste der Heidberger Schützen. Auch die Instandhaltung und Pflege der begonnen Projekte muss gewährleistet werden!

Hier gilt der Dank den Schützenkameradinnen, Schützenkameraden, Familien und Freunden, welche mit Ihrer Hilfe die jährlichen Instandhaltungsarbeiten bewerkstelligen.

 

Hier finden Sie uns:

Schützenverein Heidberg 1953 eV
Auf dem Hohen Busch 6
51580 Reichshof

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